Forderungen der FSG im ZA Wien an den Bund

Wir haben folgende Forderungen an den Bund formuliert:

 

Optionaler Umstieg ins neue Dienstrecht

Im neuen Dienstrecht für Pädagoginnen und Pädagogen, haben wir die außergewöhnliche Situation, dass neu einsteigende Kolleginnen und Kollegen, bei entsprechender Anrechnung von Vordienstzeiten, schon zu Beginn gleich viel und nach wenigen Jahren bereits mehr verdienen, als jene Lehrkräfte, die seit Jahren unterrichten, jedoch nach Sondervertrag entlohnt werden.

Unsere Forderung lautet daher: eine Vierte Gehaltsstufe im Sondervertrag einzuführen bzw. im Sinne einer einheitlichen Vertragsgestaltung im Bereich der Landeslehrer/innen an berufsbildenden Pflichtschulen optional den Umstieg in das neue Dienstrecht zu ermöglichen.

 

 

Bundesweites einheitliches Altersteilzeitmodell für Lehrer/innen

Durch ein kontinuierliches Anheben des Pension-Antrittsalters muss es für Lehrer/innen genauso möglich sein, wie für alle anderen Arbeitnehmerinnen, die Arbeitszeit ohne nachfolgende gravierende Verringerung der Pension, zeitnah zum Pensionsantritt, zu verringern.

 

Gesetzliche Anpassung des Vorbildungsausgleiches im Vertragsschema Pädagogischer Dienst für Berufsschullehrer/innen:

In den Anstellungsvoraussetzungen für Berufsschullehrer/innen ist der Abschluss eines Studiums nicht vorgesehen, trotzdem werden 5 Jahre Vorbildungsausgleich vom den anrechenbaren Vordienstzeiten abgezogen.

Gemäß § 14 Hochschul-Curriculaverordnung wird für die Lehramtsstudien des Fachbereichs „Duale Berufsausbildung“ vom Erfordernis des Masterstudiums abgesehen (d.h. Bachelorstudium ist ausreichend). Für ein fehlendes Bachelor-Studium sollten jedoch lediglich 3 Jahre in Abzug gebracht werden.

 

Administrative Assistenz für Pflichtschulen ab dem Schuljahr 2020/21

Nicht nur im Bereich der allgemein-bildenden Pflichtschulen, sondern auch an den berufsbildenden Pflichtschulen fehlt es oft an Unterstützungspersonal im administrativen Bereich. Daher fordern wir, das vom BMBWF, BMAFJ und AMS entwickelte Modell, Langzeitarbeitslose, benachteilige Personen am Arbeitsmarkt oder Wiedereinsteiger/innen für den administrativen Einsatz zur Entlastung der Schulleitungen und Lehrkräfte in den Pflichtschulen fit zu machen auch auf berufsbildende Pflichtschulen auszudehnen.